Fallbeispiele

Bürokauffrau, 42 Jahre

Beschwerden: starker Haarausfall, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Leistungsschwäche

Diagnose: chronische Leistungsschwäche + Burnout

 

Die Ausgangslage: Eine Bürokauffrau mittleren Alters leidet unter starkem Haarausfall und geht daher zu ihrem Hausarzt. Dieser vermutet hinter den geschilderten Symptomen eine tieferliegende Ursache und überweist die Patientin daher zu mir ins Regena Gesundheits-Resort & Spa.

 

Lösungsansatz von Burnout- und Vitalstoff-Experte Dr. med. Thorsten Muthorst

Haarausfall: eines von vielen Symptomen

Als die Patientin das erste Mal bei mir war, befragte ich sie zur allgemeinen Situation. Der Haarausfall war ihr Beweggrund zum Arzt zu gehen, jedoch vermuteten mein Kollege (ihr Hausarzt) und ich, dass die Ursache bei tieferliegenden Leiden liegen könnte. Im Gespräch mit der Patientin und mithilfe von Untersuchungen stellte sich dann heraus, dass der Haarausfall tatsächlich nur ein Begleitsymptom war. Er fiel ihr tagtäglich auf, während weitere typische Burnout-Symptome für sie inzwischen „Normalität“ waren. So erklärte mir die Bürokauffrau in einem Nebensatz, dass sie sich seit mehr als 20 Jahren regelrecht durch den Berufsalltag kämpfte. Die Arbeit kostete sie viel Energie, wodurch sie sich oft erschöpft fühlte. Sie zog sich zunehmend aus ihrem sozialen Umfeld zurück und war oft energielos.

Diagnose: Burnout durch Mitochondrienschwäche

Alle Anzeichen deuteten klar auf ein Burnout hin. Das besondere jedoch: dieser entstand nicht durch ‚zu viel‘ Arbeit, sondern durch einen Vitalstoffmangel sowie durch eine chronische Leistungsschwäche, die sogenannte ‚Mitochondrienschwäche‘. Mitochondrien sind unsere ‚Zellkraftwerke‘ – sie versorgen uns kontinuierlich mit Energie. Würden sie ihren Dienst einstellen, so könnte ein Mensch noch 5 Sekunden überleben. Somit kann man verstehen, dass Menschen mit reduzierter Mitochondrienleistung unter Schwäche, Müdigkeit und Energiemangel leiden. Auch chronische Krankheiten wie z. B. Multiple Sklerose können Folgen hiervon sein. Ich konnte feststellen, dass die Mitochondrienschwäche bei der Patientin angeboren ist. Zudem stellte sich bei den Laboruntersuchungen ein Vitamin-B6- und Zinkmangel heraus.

Die ganzheitliche Burnout-Behandlung im Regena

Zur Behandlung verordnete ich daher Vitamin B6 und Zink sowie Coenzym Q10, das wirksamste Mittel zur Unterstützung der Mitochondrien. Hierdurch besserte sich die Leistungsfähigkeit der Patientin enorm. Eine Ernährungsumstellung ergänzte die Behandlung schließlich und konnte auch die Müdigkeit der Patientin verringern.
Heute hat sie genug Energie, um ihren Arbeitstag zu meistern und auch im Haushalt, nach Feierabend sowie am Wochenende hat sie genug Antrieb für Unternehmungen. Auch der Haarausfall, wegen dem sie ursprünglich den Weg zu mir gefunden hatte, wurde durch die Therapie deutlich gebessert.

Mein Fazit

Der Fall dieser Patientin zeigt, dass man sich als Arzt bei vordergründig geschilderten Symptomen wie Haarausfall nicht vom systematischen, diagnostischen Denken abhalten lassen sollte. Der Haarausfall war in diesem Fall nur eines von vielen Symptomen. Konzentriert man sich als Arzt auf nur ein Symptom, läuft man Gefahr, der Komplexität des Leidens nicht gerecht zu werden. Ein ganzheitlicher Blick ist in jedem Fall ratsam. Außerdem wird durch diesen Fall deutlich, dass ein beginnendes Burnout nicht immer durch Arbeitsüberlastung entsteht. Auch der Energiemangel durch eine Mitochondrienschwäche kann ein Burnout herbeiführen. Ein Burnout hat also nicht immer nur psychische Hintergründe.