Allgemein, Fallbeispiele

Geschäftsführerin, 52 Jahre

Beschwerden: Erschöpfung, Durchschlafstörungen, Halsschmerzen, chronische Nebenhöhlenbeschwerden

Diagnose: Burnout, MCS (multiple chemische Sensitivität)

 

Die Ausgangslage:

Die Patientin ist verheiratet und hat 2 erwachsene Kinder. Sie arbeitet ca. 10 Stunden am Tag als Geschäftsführerin in einem erfolgreichen aufstrebenden mittelständischen Betrieb. Die Arbeit macht ihr Freude, wird aber auch zunehmend zur Belastung, da durch das Wachstum immer größere Anforderungen an die Patientin und die Belegschaft gestellt werden.

Zudem hat die Patientin einen pflegebedürftigen Vater. Zwar ist eine professionelle Pflegekraft im Haus vorhanden, aber die Gedanken kreisen dennoch permanent um den Vater, und die Pflege erfordert natürlich auch regelmäßige Besprechungen und Abstimmungen.

Die Patientin leidet unter Erschöpfung, Durchschlafstörungen, Halsschmerzen und chronischen Nebenhöhlenbeschwerden. Als sie dem Hausarzt von den Beschwerden berichtet, bringt dieser die Beschwerden mit den Wechseljahren in Verbindung.

 

Lösungsansatz von Burnout-Experte Dr. med. Thorsten Muthorst:

„Wir suchen im ganzheitlichen Ansatz nach den Ursachen eines Burnout. Nur alles „auf die Psyche zu schieben“ oder die Hormone für die psychovegetative Erschöpfung verantwortlich zu machen, weil zufällig das Alter passt, wäre eine zu einfache Strategie, die dem Kaffeesatzlesen nicht überlegen sein dürfte. Deshalb erfolgt im Regena eine Burnout- und eventuell Hormon-Anamnese.

Die Patientin wirkte bei der Aufnahme nicht nur erschöpft, sondern es fiel auch ein grau-blasser Hauttyp mit Neigung zu Wassereinlagerung auf. Auf Grund meiner Erfahrung deutete dies bereits auf ein Problem der Mitochondrien (Zellkraftwerke zur ständigen Energiebereitstellung) oder der Entgiftung hin. Die Patientin gab an, geruchsempfindlich zu sein und auf bestimmte chemische Gerüche aggressiv zu reagieren. Die Luft in frisch gestrichenen Räumen und in Möbelhäusern führte zu Kopfschmerzen, und beim Geruch von Aftershave entwickelte sich fast augenblicklich ein Druck in der Stirnhöhle. Dadurch ergab sich der dringende Verdacht auf ein MCS (Multiples Chemikalien Syndrom). Diese genetisch bedingte Entgiftungsstörung lässt sich laborchemisch nachweisen, aber die Patientin verzichtete aus Kostengründen darauf.

Sie folgte meiner Empfehlung und fühlte sich nach einer Woche REGENA-Aufenthalt nicht nur deutlich erholter, sondern war auch frei von Nebenhöhlenbeschwerden und den chronischen Halsschmerzen, die die Patientin nie mit einer Chemikalienunverträglichkeit in Verbindung gebracht hätte! Die mangelnde Fähigkeit, entgiften zu können, war zweifellos auch ein Baustein, der zur mangelhaften Belastbarkeit und schließlich zum Burnout führte.

Die Patientin plante daraufhin, ihren Wohn- und Arbeitsraum umweltfreundlich umzugestalten und auch Schadstoffe in der Ernährung zu vermeiden. Vitalstoffdefizite konnten nach vorheriger Analyse ausgeglichen werden, und die Patientin erhielt eine Empfehlung zur Vitalstoffergänzung. Außerdem entwickelte sie mit Hilfe unseres psychologischen Coachings eine Strategie zur Stressentlastung- und -bewältigung.

Rein psychologische Diagnostik- und Therapieansätzen, wie sie vielerorts angeboten werden, wären weniger erfolgversprechend gewesen, da die Grundlast der Entgiftungsstörung nicht behandelt worden wäre.“