Gesundheit

Hand aufs Herz: Wie fühlen Sie sich gerade? Die Tage werden länger und auch die Temperaturen werden angenehmer. Doch viele Menschen leiden im Frühjahr unter einer vorher nicht dagewesenen Müdigkeit. Woher diese kommt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie von unserem Spezialisten Herrn Dr. Muthorst.

Für die saisonale Müdigkeit im Frühjahr werden vor allem hormonelle Umstellungen, insbesondere die Umstellung des Serotonin- und Melatonin-Stoffwechsels, als Ursache angegeben.

Dabei fühlen sich nicht nur Menschen, sondern auch Tiere im Frühling abgeschlagen. Und genau dort – in der Tierwelt liegt der Lösungs-Ansatz. Vor allem Bären sind nach ihrem Winterschlaf von der Frühjahrsmüdigkeit geplagt. Um dieser entgegenzuwirken, haben sie einen instinktiven Heißhunger auf Vitamine (vor allem Bärlauch, was auch in unseren Kreisen zu den Heilkräutern zählt).


Tatsächlich sind fast nur diätetische Maßnahmen eine gute Antwort auf die Frühjahrsmüdigkeit.


Ein übermäßiger Verzehr von leicht verfügbaren Kohlenhydraten (Zucker, Weißmehl-Produkte) blockiert unsere Energie-Kraftwerke (Mitochondrien) und kann die Müdigkeit zusätzlich verstärken. Dr. Bodo Kuklinski bezeichnete dieses Phänomen als „Fressnarkose“.

Insofern ist eine leichte Kost, wie sie unter anderem in unserem Dauerhaft-Schlank-Konzept angeboten wird, empfehlenswert, um sich auch im Frühjahr fit zu fühlen.

Die weiteren Maßnahmen können wir von den Bären lernen. Frische Kräuter – zum Beispiel in Smoothies verarbeitet – können bei der Entgiftung helfen und die Leistung steigern. So wirken Brennessel besonders entgiftend auf die Harnwege und Löwenzahn entgiftend auf die Leber. Es heißt nicht umsonst: „Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit“. Löwenzahn, Kurkuma und Mariendistel können die Leberleistung verbessern und die Müdigkeit reduzieren.

Zusätzlich fand der Wissenschaftler Professor Dr. Jeffrey Bland heraus, dass ein gravierender Mangel an Vitamin E typisch ist für frühjahrsmüde Menschen. Dieses steckt vor allem in Nüssen (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, etc.) Vollkornprodukten (Müsli, Brot, etc.), Süßkartoffeln sowie Ölen (Sonnenblumenöl, Olivenöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sojaöl), schwarzen Johannisbeeren und roten Paprikas.

Generell ist eine laborchemische Bestimmung der Vitamine aus dem Blut empfehlenswert. Aufgrund der Analysen können dann gut abgestimmte Vitamin-Substitutionen abgeleitet werden. Abgerundet wird das Gesundheits-Programm durch einen Ausdauer-Sport in der Natur. Hier sind „Hauruck-Aktionen“ zu vermeiden, wie sie erfahrungsgemäß vor allem von Männern betrieben werden.


Ausdauer-Sport: Wichtig ist ein langsamer Einstieg mit der richtigen Pulsfrequenz.


Diese ist in der Regel nach der folgenden Formel zu errechnen: 200 – Lebensalter – 20. Bei chronisch Kranken oder älteren Menschen ist es aber empfehlenswert, vor Beginn eines Sportprogrammes ein Belastungs-EKG zu veranlassen, damit Risiken unter Belastung ausgeschlossen werden können.

Generell ist häufiger kurzer Sport für die Kondition und den Schutz vor Herz-/Kreislauf-Erkrankungen günstiger als ausgedehnter Sport in großen Abständen. So ist ein Konditionstraining von fünf- bis sechsmal pro Woche mit mindestens fünfzehn Minuten empfehlenswert.

 

Nach einiger Überwindung können all diese Maßnahmen Freude bereiten und sicherstellen, dass Sie fit und leistungsfähig in den Sommer kommen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Ihr Dr. Thorsten Muthorst